Wer steckt hinter den Taschen?
Wer ist Letreesse?
Mein Name ist Raffaella Palamidessi Fares. Ich bin gebürtige Italienerin, studierte Soziologin, Mutter dreier Töchter – und leidenschaftliche Näherin aus Hamburg.
Aber fangen wir von vorne an.
Wie alles begann – eine Nähmaschine im Keller
Mein liebstes deutsches Wort ist zweifelsohne „Leidenschaft". Dieses Wort verkörpert die Anstrengung, die fast schmerzhafte Begeisterung, die man für etwas empfindet, dem man sich mit Hingabe widmet. Und genau das beschreibt meinen Weg zum Nähen.
Ich habe mir immer gewünscht, nähen zu können. Oft fotografierte ich die Kleider in den Schaufenstern in Mailand und sehnte mich danach, sie nachzunähen. In Marokko bewunderte ich die wunderschönen Stoffe und Bordüren und träumte davon, was ich alles damit nähen würde, wenn ich nur nähen könnte.
Doch die Zeit, nähen zu lernen, schien nie vorhanden zu sein. Mein Leben war von meinem Job, meinen Kindern und dem Haushalt bestimmt. Die Wochenenden verbrachte ich mit Einkaufen und Aufräumen, und ich versuchte alles nachzuholen, was ich unter der Woche nicht geschafft hatte. Für mich selbst blieb keine Zeit. Es war klar – leider nicht mir –, dass das nicht länger so weitergehen konnte: Ich wurde krank.
Auf Anraten meiner Ärztin suchte ich nach einem Hobby, bei dem ich Stress und Zeit vergessen konnte. Ich begab mich in den Keller und holte die Nähmaschine hervor, die mein Mann einige Jahre zuvor für etwa 39,- € bei einem Discounter gekauft hatte. Sie war immer noch originalverpackt.
Nachdem es mir etwas besser ging, begann ich, YouTube-Videos anzusehen, um überhaupt zu verstehen, wie man näht. Ich lieh mir Bücher aus der Bücherei aus und las Beiträge von verschiedenen Nähprofis. Die investierte Mühe und Leidenschaft zahlten sich aus: Die ersten Taschen wurden geboren.

Marokko - woher die Stoffe kommen
Mein Mann kommt aus Marokko, und schon bei meinen ersten Besuchen dort war ich überwältigt: die beeindruckenden Landschaften, die faszinierenden alten Städte mit ihren pulsierenden Souks, das leckere Essen, die bunten Mosaiken. Eine einzigartige Mischung aus Gerüchen und Eindrücken.
Besonders die bunten Stoffe und Bordüren, die ich überall sah, ließen mich nicht los. Ich fragte mich: Warum werden diese wunderschönen Materialien nur für Sofas und Kissen verwendet? Warum nicht für Taschen?
Seitdem nutze ich unsere jährlichen Familienbesuche in Fes, um persönlich die schönsten Stoffe auszusuchen – Kilim, Brokat, gewebte Textilien mit traditionellen Ornamenten und leuchtenden Farben. Stoffe, die ich mit eigenen Händen anfasse, vergleiche und auswähle. Keine Massenware, keine Bestellungen aus dem Katalog.

Warum "Letreesse"?
„Letreesse" bedeutet auf Italienisch „die drei S" – eine Erfindung meines Vaters. Da meine drei Töchter alle mit „S" beginnen, nannte er sie liebevoll „le tre esse", wenn er nach ihnen fragte oder über sie sprach, statt ihre einzelnen Namen aufzuzählen.
Dieser Name trägt also meine Familie in sich – meine italienischen Wurzeln, meine drei Töchter, mein marokkanisches Zuhause.
Was Letreesse besonders macht
Jede Tasche, die ich nähe, ist ein Unikat. Ich fertige bewusst nur kleine Serien – weil ich nur eine begrenzte Menge Stoff aus Marokko mitbringe und weil mir Qualität wichtiger ist als Quantität. Wenn ein Stoff ausverkauft ist, ist er weg.
Letreesse steht für Individualität statt Mainstream – für Frauen, die besondere Stoffe und einzigartiges Design schätzen. Für Taschen, die eine Geschichte erzählen.
Eine Geschichte, die in Fes beginnt und in Hamburg endet.
Hast du Fragen oder möchtest du eine individuelle Tasche nach deinen Wünschen? Schreib mir: info@letreesse.com





